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Genauigkeit als Ansporn.

„Wow“ denken wohl die meisten, die durch das Instagram Profil von Jannis Richli (@jannisrichli) scrollen. Fast könnte man meinen, er sei professioneller Fotograf. Sein „Feed“ lässt sich sehen. Mehr noch, seine Bilder laden zum Träumen ein. Am liebsten möchte man gleich ins Bild hineintauchen und den Ort mit eigenen Augen sehen. Die Fotos, die er mit einer Canon EOS 70D schiesst, sind auch bei der Instagram Community beliebt. Fleissig drücken die über 6000 Follower den Like-Button und loben sein Talent. Doch trotz der grossen Aufmerksamkeit bleibt der 17-Jährige bescheiden. Schliesslich fotografiert er in erster Linie, weil es ihm gefällt, und nicht, um alle anderen zu beeindrucken.

Die Bilder entstehen oft am Wochenende, wenn er mit seinen – ebenso fotobegeisterten – Freunden in den Bergen unterwegs ist. Bei schönem Wetter bleiben sie sogar über Nacht, um das warme Licht des Sonnenuntergangs einzufangen: „Für mich ist es ein sehr spezielles und beruhigendes Gefühl, wenn ich nach einem langen Tag mein Ziel erreiche und dann diesen ganz besonderen Moment geniessen und mit der Kamera festhalten kann.”

Perfekt aufeinander abgestimmt

Wenn Jannis mal nicht auf der Jagd nach dem besten Licht ist, lernt er Konstrukteur bei Hamilton. Schon beim Schnuppern gefiel ihm die kollegiale Atmosphäre. Und auch die Produkte findet er spannend: „Bei den Beatmungsgeräten und in der Labortechnik muss alles perfekt aufeinander abgestimmt sein, damit es funktioniert. Dieses punktgenaue Arbeiten gefällt mir sehr.“ Sein eigentlicher Traumjob war Uhrenmacher, weil ihn das filigrane Innenleben sehr interessiert. Doch da es in der Nähe keine Ausbildungsplätze für Uhrenmacher gibt, fand er in Hamilton einen würdigen Ersatz.

„Die Lehre zum Konstrukteur ist ideal für Leute, die sich für Technik interessieren und gerne am Computer arbeiten.“

Im 1. Lehrjahr wurde vor allem von Hand gezeichnet, jetzt steht das Zeichnen am Computer auf dem Programm. Zu Jannis liebsten Aufgaben gehören denn auch das Skizzieren von Lösungen und das anschliessende Modellieren am Computer. Bereits jetzt kann er seine Ideen einbringen und selbständig Aufträge ausführen. Die Ausbildung beschreibt er als abwechslungsreich: “Vor allem in den ersten zwei Jahren ist man viel unterwegs, besucht Kurse und arbeitet in verschiedenen Abteilungen. So lernt man immer wieder neue Leute kennen.“

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