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Vom Gymnasium in die Lehre.

“Für mich macht die Atmosphäre am meisten aus. Bei Hamilton nimmt man sich Zeit für uns Lehrlinge, geht auf Fragen ein und stellt den anderen nicht als unwissend dar.” Rahel Möckli ist im 1. Lehrjahr als Elektronikerin und gehört seit ein paar Monaten zur Hamilton-Familie. “Der erste Eindruck hat sich bestätigt. Es ist eigentlich alles so, wie ich es mir vorgestellt habe.”

Auf Schnupperkurs

Die Gymnasiastin war im 3. Jahr als sich ihr Zwillingsbruder – der damals die Sekundarschule besuchte – intensiv mit der Berufswahl beschäftigte. Ihre Eltern meinten dann, Rahel solle doch auch mal mit zum Schnuppern, um zu sehen, ob das allenfalls auch etwas für sie wäre. Neugierig und offen wie sie ist, schnupperte sie gleich in mehrere Berufe rein. Bald merkte sie, dass es etwas Technisches sein soll. “Die ganze Technik und was dahinter steckt, fasziniert mich sehr. Ich möchte verstehen, wie ein Gerät funktioniert.” Die Schnuppertage bei Hamilton haben sie vollends überzeugt. „Schon der Empfang war total nett und die Atmosphäre entspannt und freundlich.“ Was anfänglich als Horizont-Erweiterung gedacht war führte zu einer Richtungsänderung: Rahel bewarb sich erfolgreich um den Ausbildungsplatz als Elektronikerin und hat das Gymnasium zugunsten der Lehre verlassen.

Kein typischer Männerberuf

Die ersten sechs Monate verbringt Rahel in der Produktion. „Von mir aus könnte man das halbe Jahr in der Montage-Abteilung auch auf drei Monate kürzen“ meint sie schmunzelnd. Sie freut sich schon sehr auf die Zeit danach, wenn sie so richtig in den Elektroniker-Beruf eintauchen und erste Arbeiten selbständig ausführen kann. An zwei Tagen pro Woche besucht Rahel die Gewerbliche Berufsschule in Chur. Zwei Tage, weil sie zusätzlich die Berufs Matura macht. Am Dienstag ist sie jeweils das einzige Mädchen in der Klasse. Kein Problem für Rahel, sie fühlt sich auch unter Jungs wohl, und doch findet sie es schade, dass Elektroniker noch immer als „Männerberuf“ gilt. Darum Rahels Rat an Mädchen, die mit einem technischen Beruf liebäugeln: „Probiert es einfach aus! Und ganz wichtig, macht das, was euch gefällt.“

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