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Gelungene Symbiose.

Der dreifache Familienvater trifft oft die richtigen Töne. Philipp Arquint spielt seit fünf Jahren Trompete im Blechblas-Quartett „Suoni Dorati“, was übersetzt „Goldene Klänge“ heisst. Das Ensemble wird regelmässig für Auftritte in der Umgebung gebucht, sei es für Hochzeiten, Geburtstage oder kirchliche Feierlichkeiten. „Wir spielen klassische Werke von Händel und Bach – unser Repertoire reicht vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Musik, die das Publikum tief im Herzen berührt. Teilweise haben die Zuhörer sogar Tränen in den Augen,“ erzählt Philipp nicht ohne Stolz. Ob im privaten Rahmen oder auf beruflicher Ebene – die Motivation etwas zu bewegen, zieht sich durch sein ganzes Leben.

Faszination Technik

Auch im Job schätzt Philipp, dass er Produkte entwickeln kann, die eine wichtige Funktion erfüllen. Als Leiter der Abteilung Innovation Process Analytics entwickelt er gemeinsam mit seinem Team spezialisierte Prozess-Sensoren, die vor allem in der Biotechnologie eingesetzt werden. Die Sensoren messen zum Beispiel den Sauerstoffgehalt oder die Dichte von Zellen. Ein sehr spannendes und zeitintensives Thema. „Von der Idee auf Papier bis zum fertigen Produkt vergehen im Schnitt 14 bis 18 Monate,“ beschreibt Philipp den Entwicklungsprozess. „Die Produkte sind für mich wie eigene kleine Kinder, man investiert sehr viel Zeit und Hirnschmalz. Umso motivierender ist das positive Feedback der Kunden, der Erfolg sowie das Wachstum der Abteilung.“ Im Jahr 2000 waren sie noch zu zweit, heute sind es rund 20 Personen – darunter Chemiker, Elektro- und Software Ingenieure und Maschinenbauer. „Bei unserer Arbeit wandeln wir ein chemisches Signal in eine digitale Information um, darum sind wir so interdisziplinär aufgestellt.“

Philipp Arquint studierte Elektrotechnik an der ETH in Zürich und promovierte am Institut de Microtechnique der Universität Neuchâtel. Seit diesem Zeitpunkt beschäftigte er sich mit chemischer Sensorik auf der Basis der Halbleitertechnik. Eine Zeitlang arbeitete der gebürtige Obwaldner bei Siemens in Deutschland bis er mit seiner Familie nach Bonaduz zog, um die Stelle als Head of Innovation Process Analytics bei Hamilton anzutreten. An Hamilton schätzt der 53-Jährige die hohe Innovationskraft. „Die flache  Hierarchie und der offene und konstruktive Umgang miteinander sind aussergewöhnlich für eine Firma dieser Grösse. Das habe ich auch schon anders erlebt. Wer etwas bewegen möchte, ist bei Hamilton richtig.”

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