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Leidenschaft als Motor.

Flavio Bass ist gleich neben seinem heutigen Arbeitsplatz aufgewachsen. Hie und da diente die Hamilton sogar als Sujet für seine Kinderzeichnungen. Diese räumliche Nähe und Flavios Begeisterung für Technik führten ihn schliesslich zur Hamilton-Familie. Von 1995 bis 1999 liess er sich hier zum Mechaniker ausbilden. Nach einem mehrjährigen Abstecher in ein kleineres Unternehmen kehrte Flavio 2009 zu Hamilton zurück, um die Stelle als Team Leader Assembly anzutreten. „Weil die Weiterbildung zum Produktionstechniker eine leitende Position voraussetzte, kam das Job-Angebot bei Hamilton zur richtigen Zeit,“ erklärt Flavio seine Rückkehr.

„Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern ist das Wichtigste.“

In Flavios Team arbeiten vorwiegend Frauen ohne technische Grundausbildung, dafür bringen sie wertvolle Fähigkeiten wie Fingerfertigkeit, Präzision und Ausdauer mit. Wichtige Eigenschaften, denn die vielen filigranen und heiklen Prozessschritte werden grösstenteils in Handarbeit ausgeführt. Gemeinsam produziert das 20-köpfige Team hochkomplexe Dosiereinheiten für Pipettierroboter, über 12’000 Stück pro Jahr. „Mir ist es sehr wichtig, dass sich meine Mitarbeiter gebraucht fühlen. Sie leisten hervorragende Arbeit – auch ohne Ingenieur-Ausbildung.“

Diese Wertschätzung gegenüber seinen Mitarbeitern bekommt Flavio seinerseits von der Geschäftsleitung. Er wurde angefragt, ob er Abteilungsleiter der mechanischen Fertigung werden möchte, da der jetzige Chef in Pension geht. Der Aufstieg ins Hamilton-Kader bedeutet Flavio viel und zeigt, dass Einsatz belohnt wird. Den „Spirit of Hamilton“ beschreibt er so: „Wenn man Leidenschaft in die Sache bringt, bekommt man die Möglichkeit, sich zu verwirklichen. Bei Hamilton wird man tatsächlich zum Mitunternehmer. Und man darf auch mal etwas wagen und kritisch sein.“

7ni Imbiss!

Kritisch ist Flavio bei sportlichen Aktivitäten. „Mir fehlt das bei Hamilton so verbreitete Sport-Gen“, sagt er lachend. Dafür kocht er umso besser. Vor ein paar Jahren gründete er mit drei Kollegen einen Koch-Club, sie nennen sich „7ni Imbiss!“. Einmal monatlich schwingen die jungen Herren die Kochlöffel, dabei wird jedem ein Gericht zugeteilt. Gekocht wird nach Themen, beim nächsten Mal steht „Gin“ auf dem Programm. Flavio wird fürs Dessert zuständig sein und sich bestimmt etwas Kreatives einfallen lassen – alles andere würde nicht zu ihm passen.

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