Hamilton und das Startup-Feeling: «Wir sind eine Innovationsstätte»

Erstellt am 06. Apr 2022 von

Der 30-jährige Yavuz Çelik hat seine Spuren als Entwickler schon im Studium hinterlassen. Aus seiner Masterarbeit an der ETH wurde eine ETH-Spin-off-Company. Heute geniesst er bei Hamilton weiterhin Startup-Feeling – einfach ohne Geldsorgen. 

Wenn Yavuz über Hamilton spricht, spürt man die pure Begeisterung. Yavuz ist Entwickler in der Abteilung Process Analytics. Mit seinem Team entwickelt er Sensoren, die beispielsweise für die Medikamentenherstellung benötigt werden. Stolz erklärt Yavuz, dass Hamilton dabei zu den Marktführern gehört.  

Den Grund dafür sieht er in der Innovationskraft. Es ist auch der Hauptgrund, warum ihm die Arbeit so gefällt. Die Innovationskraft komme nicht von ungefähr, sagt Yavuz. «Unsere Projekte sind wie einzelne Startups. Es sind ähnliche Teamgrössen, ähnliche Budgets und ähnliche Zeitpläne wie bei einem Startup. Der grosse Vorteil bei Hamilton ist jener, dass wir nicht dem Geld nachrennen müssen. Es wird zuerst alles geplant und dann bestätigt. Und wenn wir arbeiten, dann können wir uns voll und ganz auf unsere Arbeit fokussieren, ohne die Angst im Nacken, dass ein Investor abspringt, wenn beispielsweise eine Verzögerung auftaucht.» Yavuz spricht gar von einem Entwickler-Traum. Man entwickle nicht nur Dinge, die sicher zu klappen scheinen, sondern wage sich in neue Gebiete hervor. Nur so sei es möglich gewesen, innovative Messmethoden in einem Sensor zu realisieren, so Yavuz. «Wir können das Risiko eingehen, dass ein Projekt nach drei Jahren vielleicht nicht weiterverfolgt wird, im Wissen, dass andere Innovationen es zur Marktreife schaffen werden. Das macht es aus, als Entwickler bei Hamilton zu arbeiten. Wir sind eine Innovationsstätte.» 

Ebenso wichtig ist Yavuz, der ursprünglich in der Autoindustrie Fuss fassen wollte, die Zukunftsaussichten der Branche. Die Biopharma, für die Hamilton hauptsächlich ihre Sensoren produziert, entwickelt sich rasant. «Früher hat man für die Medikamentenherstellung chemische Formeln benutzt. Also man hat Chemikalien gemischt, auf eine Temperatur erhitzt und gewartet, bis man das Produkt bekommen hat. Das funktioniert für Aspirin. Aber für die Herstellung von modernen Medikamenten – oder beispielsweise die heutigen Impfstoffe – sind die Prozesse so kompliziert, dass man das durch simple Chemie nicht mehr erreichen kann. Deswegen reden wir von Biopharma, wo biologische Prozesse involviert sind. Bei der Herstellung sind Bakterien, Hefen oder andere Zellen stark beteiligt. Und unsere Sensoren geben den Herstellern die Informationen über ihre Zellen oder über das Nährmedium.» 

Die Sensoren liefern die Daten für die Überwachung des Prozesses der Medikamentenentwicklung. CO2, Zelldichte, pH-Wert und weitere Einheiten werden gemessen. Was einfach tönt, stellt die Entwickler vor grosse Herausforderungen, wie Yavuz erklärt: «Wir bauen optische Systeme innerhalb eines Stahlschafts, der nur zwölf Millimeter durchmisst. Die Sensoren müssen Sterilisationszyklen über 130°C durchhalten. Danach kann der Sensor bei Temperaturen von 0 bis 80 °C eingesetzt werden und muss – egal bei welcher Temperatur – immer genau gleich zuverlässig messen. Dazu kommt die Lebensdauer eines Sensors von mehreren Jahren, also auch über diese Zeit hinweg muss der Sensor wie zu Beginn adäquate Messresultate liefern. Es sind Herausforderungen, die Yavuz so gerne hat. Genau dafür hat er bei Hamilton angefangen zu arbeiten.  

Und was sagt der 30-Jährige, der in der 15-Millionen-Metropole Istanbul aufgewachsen ist über Graubünden? «Für mich ist Hamilton eine Hightechfirma in einem Postkartenland. Ich wohne in Rhäzüns und komme gerne zu Fuss zur Arbeit nach Bonaduz. Das ist ein zehnminütiger Weg und man sieht Berge, die Sonne, heute den Neuschnee auf den Bergspitzen. Es ist traumhaft schön, durch die Felder mit dem Alpenpanorama zur Arbeit zu gehen.»

Wer wie Yavuz an der nächsten Innovation mitarbeiten will, der findet auf www.jobs-hamilton.ch/jobs vielleicht genau die richtige Herausforderung. Hamilton ist in der glücklichen Lage, in den letzten Jahren stark gewachsen zu sein. Dadurch sind neue Stellen geschaffen worden, die Fachkräfte aller Art benötigen.